Die Tagung widmet sich dem Zusammenwirken lokaler Initiativen und ehrenamtlich getragener Netzwerke mit privaten und öffentlichen Entscheidungsträgern. Neben Fragen der Zusammenarbeit und Finanzierung rücken dabei auch grundlegende Themen in den Fokus: Welche Konzepte leiten die Praxis der Denkmalpflege? Welche Denkmalbegriffe liegen ihr zugrunde? Wie lässt sich das Verhältnis von Stadt und Land neu denken – und wie gehen wir verantwortungsvoll mit unseren Kulturlandschaften um?
Veranstaltungsort ist zum einen die ehemalige Residenzstadt und heutige Kreisstadt Altenburg in Ostthüringen, an der die skizzierten Herausforderungen gut ablesbar sind: ein reicher Baubestand aus verschiedenen Jahrhunderten, der in den letzten Jahren umfangreich saniert wurde. Gleichzeitig bestehen aber auch weiterhin und teils zunehmend Probleme wie Bevölkerungsschwund, Fachkräftemangel, Wegzug ins Umland und schmerzliche Denkmalverluste, an deren Stelle dann Baulücken oder einfach gehaltene Neubauten treten. Am zweiten Tag wird die Veranstaltung in Langenleuba-Niederhain (Altenburger Land) fortgesetzt. Das sog. Halbe Schloss dort ist ein anschauliches Beispiel für das Bemühen um nachhaltige Revitalisierung eines über 60 Jahre leerstehenden herrschaftlichen Gebäudes im ländlichen Raum und damit auch um Belebung der kleinen umgebenden Gemeinde.

